Yoga Philosophie

Die Yogapraxis soll Bewusstheit aufbauen. Denn nur, wenn der Geist ruhig und fokussiert ist, können wir das Versprechen erkennen, das uns folgender Vers des Yoga-Sūtra (1.3) bietet: Tada Drashtuh Svarupe Avasthanam, übersetzt „Dann kann wahre Erkenntnis in ihrer wahren Natur fortbestehen“. In anderen Worten: Yoga praktizieren heisst, seinem wahren, ewigen Selbst zu begegnen. Wir üben regelmässig, um Geist, Körper, Atem und Seele langsam zusammenzufügen. Mit der Zeit lernen wir, dass Sinneseindrücke und Gefühle genau wie Zeitströmungen kommen und gehen. Wir erhalten Einblick in die Konzepte, die unsere Einstellung und unser Handeln bestimmen – sowohl die positiven als auch die negativen. Wir lernen uns selbst besser kennen und wir fangen an, folgende Wahrheit zu begreifen: Der Geist ist ein Prozess, keine feste Grösse. Wir haben unseren Geist in der Hand, nicht anders herum. Und wir können uns immer aussuchen, was wir denken: eine Wahl, die es uns erlaubt, bedacht zu handeln, und jetzt – hier auf der Erde – Freude und Zufriedenheit zu erfahren.